Aufgaben und Ziele

Resignationserscheinungen, Informationsdefizite und faktischer Arbeitskräftemangel, insbesondere Fachkräftemangel, sind Folgen eines generellen defizitären Ausbildungszustands. Gerade in Zeiten des Arbeitsmarktwandels ist die Orientierungsnotwendigkeit sowohl auf Seiten der Unternehmer, der gesamten administrativen Arbeitsmarktverwaltung einschließlich der Sozialpartner sowie insbesondere auf Seiten der auf den (Aus-)Bildungsmarkt drängenden Jugendlichen besonders groß. Systematisch vernetzte und organisierte Angebote in Form einer Transferstelle zum Informations- und Wissensaustausch sind eine Antwort auf die genannte bildungsspezifische Misere. Diese Transferstelle qualifiziert Jugendliche, Unternehmer, Verwaltungen und die Politik auf je unterschiedliche Weise gleichermaßen, indem gemeinsam über Wissensmanagement zielgerichtete Synergien geschaffen werden. Das Hauptziel der Transferstelle ist die adäquate regionsspezifische Vermittlung in Ausbildung, Studium und Arbeit, worüber junge Menschen gerade auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels zum Verbleiben in der Region veranlasst werden sollen.

 

Was ist zu tun?

· Verbesserung der Zukunftschancen der Schülerinnen und Schüler in der Region über verbesserte Möglichkeiten der Selbsteinschätzung, Selbsterfahrung und Erweitern der jeweiligen Handlungskompetenz hinsichtlich der handwerklichen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten

· Praxislernen, d.h. auch den Berufs- und Ausbildungsalltag in ausgewählten Betrieben kennenlernen mit all seinen Werten, Normen und Regeln einschließlich damit verbundener fachlicher Kompetenz zur beruflichen Integration

· Vermittlung der Anforderungen der Arbeitswelt, der Wirtschaft und Wissenschaft auf einem sich stark verändernden mittlerweile globalisierten Arbeitsmarkt

· Vermittlung unternehmerischen Denkens und Handelns

· Gemeinsame Organisation von Praktikums- und Ausbildungsplätzen, sog. Jobbörsen und Messen

· Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern in Betrieben

· Aufzeigen von Berufsmöglichkeiten und beruflichen Entwicklungsperspektiven einschließlich Studienorientierung in der Region Unterweser

· Austausch mit Unternehmen über ihre spezifische Fachkräftenachfrage (Berücksichtigung neuer Berufsbilder und –formen)

Durchführung

Zur Bewältigung der o.g. Aufgaben soll ein Netzwerk zwischen Schulen, Unternehmen, Kommunen, Hochschulen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Sozialpartnern gegründet werden: eine Transferstelle. Bisher existieren zahlreiche Einzelinitiativen, die unabhängig voneinander bestehen und ggf. nichts voneinander wissen. Es ist dringend erforderlich, alle bereits bestehenden und neu aufzubauenden Aktivitäten zu bündeln, zu konzentrieren und dauerhaft zu verankern.

Dabei sollen örtliche Strukturen nicht aufgelöst werden, sondern zu Synergien zusammengeführt werden.

Dieses Netzwerk Schule, Wirtschaft, Wissenschaft für die Region Unterweser als Transferstelle übernimmt u .a. folgende Aufgaben:

· Bestandsaufnahme aller ausbildungsspezifischen Aktivitäten in der Region
· Gegenseitige Information
· Organisation und Durchführung des notwendigen Erfahrungsaustausches
· Durchführung sog. Feedback-Veranstaltungen, insbesondere mit der Fragestellung der Bedürfnislagen der  
  Unternehmer vor Ort
· Öffentlichkeitsarbeit
· Einwerbung von Projektmitteln, falls notwendig
· Einrichtung einer Internetplattform
· Organisation von bedarfsgerechten Seminarangeboten für Ausbilder, Lehrkräfte, Jugendliche und Unternehmer
· Bündelung von Beratungsangeboten (u.  a. Vernetzung des entspr. Personals)


Insbesondere sollen durch diese Maßnahmen die bisherigen losen von Fall zu Fall eher unsystematisch agierenden Kooperationen einen verbindlichen Charakter bekommen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter relevanter Institutionen ihre speziellen Fachkenntnisse in einen größeren räumlichen und fachlichen Bezug einbringen, Arbeitsgebiete (z.B. auch Präventionsarbeit) angepasst werden.