mint:pink - Erfolgreiche XXL-Teamarbeit in Hamburg

News vom 10.03.2020

Am 20.02.2020 waren die Teilnehmerinnen des Projekts mint:pink in Hamburg, um dort an der Auftaktveranstaltung zum Projekt teilzunehmen. Mit 252 anderen Mädchen, Klebeband, Robotern und unzähligen Baumaterialien und Haushaltsgeräten gelang es ihnen eine XXL-Kettenreaktion auszulösen. 

Cordula Keim und Antje Siemer (Mitte) begleiteten die MINT-Mädchen nach Hamburg.Cordula Keim und Antje Siemer (Mitte) begleiteten die MINT-Mädchen nach Hamburg. (Copyright: Initiative NAT, Claudia Höhne)

Um kurz vor 7 Uhr startete die Busfahrerin Richtung Hamburg mit 18 Schülerinnen des mint:pink-Projekts von vier Schulen: Lloyd-Gymnasium, Schule am Ernst-Reuter-Platz, Gymnasium Langen, Johann-Gutenberg-Schule. Begleitet wurden sie von zwei Projektkoordinatorinnen: Cordula Keim, Fachreferentin der „Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau – Büro Bremerhaven“ (ZGF) und Antje Siemer, Lehrerin am Lloyd-Gymnasium, die gemeinsame mit Nadine Metzler von der Hochschule Bremerhaven und unserem Netzwerk Schule, Wirtschaft und Wissenschaft das Projekt mint:pink für unsere Region entwickelten. Die Initiative Naturwissenschaft und Technik (NAT) hat für die insgesamt 270 Schülerinnen aus Hamburg, Norderstedt und unserer Region an der HafenCity Universität ein ganz besonderes Projekt geplant: Eine XXL-Kettenreaktion. „Auf dem Hinweg war es ruhig im Bus“, erzählt Keim, denn die Mädchen kannten sich untereinander nicht gut und waren wohl eher mit ihren Smartphones beschäftigt. 

Mit viel Spaß bastelten die MINT-Mädchen ihren Tisch für die XXL-Kettenreaktion zurecht.Mit viel Spaß bastelten die MINT-Mädchen ihren Tisch für die XXL-Kettenreaktion zurecht. (Copyright: Initiative NAT, Claudia Höhne)

Erst Ratlosigkeit, dann Jubel

„Nach unserer Ankunft standen die Schülerinnen erst etwas ratlos in Sechsergruppen vor unseren drei Tischen mit den Baumaterialien“, berichtet Keim. Doch das legte sich schnell. Es galt Pläne zu entwickeln, Probleme zu lösen und Absprachen zu treffen – nicht nur untereinander, sondern jeweils auch mit den Nachbartischen, um die Übergänge der Kettenreaktion festzulegen. Als Baumaterialien standen Holzplanken, Plastikröhren, rosa Klebeband und Alltagsgegenstände wie Nudelsieb und Handrührgerät zur Verfügung. An einem Tisch konnte sogar ein Roboter programmiert werden. „Es war schön, dass wir so mit einbezogen wurden“, so Keim. Die Tische für unsere MINT-Mädchen waren mittig gelegen und so kam es auch zu Gesprächen mit den Mädchen aus Hamburg und Norderstedt. Die Schülerinnen vertieften sich in ihr Projekt und bald schon waren erste Jubelschreie zu hören, wenn ein Test so lief, wie er geplant war. Nach drei Stunden Bauzeit war die Spannung am Höhepunkt: Würde die XXL-Kettenreaktion sich über alle 37 Tische fortsetzen können, um den Konfettiregen auszulösen? Aufgeregt verfolgten die Mädchen die Weitergabe des Anfangsimpulses und hofften, dass auch ihr Tisch ihn weitertragen konnte. Es klappte! Die Teamarbeit der 270 MINT-Mädchen führte zum Erfolg und löste einen Konfettiregen aus.

 Die 270 Teilnehmerinnen des Projekts mint:pink aus Bremerhaven, Hamburg und Norderstedt haben es geschafft, den Konfettiregen der XXL-Kettenreaktion auszulösen!Die 270 Teilnehmerinnen des Projekts mint:pink aus Bremerhaven, Hamburg und Norderstedt haben es geschafft, den Konfettiregen der XXL-Kettenreaktion auszulösen! (Copyright: Initiative NAT, Claudia Höhne)

Gruppe statt einzelne Schülerinnen

„Nach einem so anstrengenden Tag hätte ich gedacht, dass es auf Rückfahrt still im Bus wird“, erzählt Keim. Doch ganz im Gegenteil: Die Schülerinnen der verschiedenen Schulen hatten sich in den letzten Stunden gut kennengelernt und der Stolz über den gemeinsamen Erfolg verband sie. Es saßen nicht mehr 18 einzelne Mädchen im Bus, sondern eine Gruppe, die gemeinsam etwas erlebt hatte und sich über die Erlebnisse des Tages austauschte. „Es war auch gut für die Schülerinnen, mal zu sehen, mit wie vielen Mädchen sie das Interesse am MINT-Bereich teilen“, so Keim, die sich freut, dass die Hamburger Initiatorinnen des mint:pink-Projekts unseren selbstentwickelten Bremerhavener Ableger eingeladen hatten. Danke, Hamburg!

 

Weitere Berichterstattungen:

 

Text von Janina Berger, Fotos: Copyright: Initiative NAT, Claudia Höhne

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