Im Labor den Forschern auf die Finger schauen

Biotechnologie-Messe in Hochschule will Berufszweig bekannter machen

Sanne Masche (li) vom Netzwerk Schule, Wirtschaft und Wissenschaft im Dialog mit Studentinnen
News vom 26.11.2013

Sanne Masche (li) vom Netzwerk Schule, Wirtschaft und Wissenschaft im Dialog mit Studentinnen

„Die Unternehmen sind ständig auf der Suche nach Auszubildenden und Akademikern“, sagt Stephan Limberg, Prokurist bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS. Eine Messe in der Hochschule am Mittwoch, 13. November, soll die Fachgebiete dieser hochspezialisierten Branche bekannter machen – für interessierte Laien ebenso wie für angehende Studenten. Veranstalter der mit EU-Mitteln finanzierten Messe sind neben der BIS die Hochschule Bremerhaven, der Unternehmensverband Life Sciences sowie das Netzwerk Schule, Wirtschaft und Wissenschaft. „Für uns geht es darum, gut ausgebildete Fachkräfte in der Region zu halten“, sagt Netzwerk-Vorsitzender Claus Brüggemann. Für ihn steht das 2003 eingeweihte Biotechnologiezentrum Bio Nord am Fischkai für den positiven Strukturwandel in der Stadt. Für den vier Semester dauernden Master-Studiengang Biotechnologie schrieben sich jährlich knapp 30 Studierende ein, berichtet Professor Carsten Harms. „80 bis 90 Prozent der Absolventen finden sofort eine Anstellung“, betont er.

Guido Ketschau vom Unternehmensverband Life Sciences will auf der Messe auch Vorurteile abbauen. „Gentechnisch veränderte Organismen in Lebensmitteln werden von der Öffentlichkeit manchmal kritisch gesehen“, sagt er, „die Möglichkeit, mit Biotechnologie Krankenhauskeime nachzuweisen, wird dagegen positiv beurteilt.“ Über Nachweis- Möglichkeiten für antibiotikaresistente Keime will Harms einen Vortrag halten. Gentechnik verlängere nicht nur das Leben von Patienten, sondern diene auch der Lebensmittelsicherheit, ergänzt der Biologe. „Ohne die in Bremerhaven entwickelten Diagnoseverfahren wüssten die Mediziner nicht so genau, welche Therapie am besten auf den beim Patienten festgestellten Krebstyp anspricht.“ Dieselbe Technologie werde angewandt, um zu prüfen, ob auf einer Lachs-Saite schädliche Bakterien siedeln.

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